wB: Nächster Sieg für die B-Jugend-Mädels der DJK Waldbüttelbrunn

weibl B-Jugend, ÜBOL am 07.10.2017

DJK Waldbüttelbrunn –  TS Herzogenaurach 23:22 (15:11)

Nächster Sieg für die B-Jugend-Mädels der DJK Waldbüttelbrunn. Das Team von Trainerin Katharina Schmitt bezwang im ÜBOL-Spitzenspiel den TS Herzogenaurach in einem vor allem in der zweiten Hälfte nervenaufreibenden Duell glücklich aber nicht unverdient mit 23:22 (14:10) und bleibt damit verlustpunktfrei Tabellenführer.

Nein, sie können es offenbar nicht ohne Dramatik – aber sie behalten am Ende erneut die Nerven. Die DJK-Mädels begannen fahrig, ließen sich vielleicht auch von der deutlichen Überlegenheit in Sachen Körpergröße der Gäste aus Mittelfranken anfänglich etwas beeindrucken, die zunächst zu leichten Toren aus dem Rückraum kamen. Auf der Gegenseite ließen die Sumpflerinnen einige gute Tormöglichkeiten unkonzentriert aus und hatten zudem bei drei Pfostenwürfen auch Pech. Folglich  lag Herzogenaurach schnell mit 2:0 (2.) und 4:2 (6.) in Front.

Doch dann ging ein Ruck durch die DJK-Mannschaft, die in der Folge toll kombinierte, den Ball gut laufen ließ, geduldig auf die Lücken in der TSH-Abwehr wartete und sich zu einer der besten Halbzeiten der Saison aufschwang: Nach knapp achteinhalb Minuten sorgte Amelie Feiler mit dem 6:5 für die erste Führung. Die DJK agierte nun offensiv druckvoll und variantenreich, vor allem über Rückraumspielerin Greta Schellmann (die am Ende mit sieben Treffern erfolgreichste Werferin der DJK war). Längst hatten die Gastgeberinnen nun auch den Respekt vor den großen Gegenspielerinnen abgelegt, trauten sich viel mehr ins Eins-gegen-Eins. Dass Durchsetzungsvermögen nichts mit Körpergröße, sondern vielmehr mit Willen und Leidenschaft, Geschwindigkeit und Beweglichkeit zu tun hat, bewies unter anderem Rosa Schipp, die mit zwei Toren in Folge nach jeweils feiner Einzelleistung den Vorsprung der DJK zwischenzeitlich auf fünf Tore anwachsen ließ (15:10, 28. Minute). Mit 15:11 ging es dann mit einem eigentlich relativ beruhigenden Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel deutete zunächst wenig darauf hin, dass die Partie noch zu einem wahren Handball-Krimi werden sollte. Schellmann hatte mit zwei Toren in Folge auf 17:12 gestellt (33.), die Gastgeberinnen schienen das Spiel im Griff zu haben. Doch die nie aufgebenden Gäste konnten sich nun immer besser auf die Angriffszüge der DJK einstellen, kamen nach einem 6:2-Lauf in der 40. Minute bis auf einen Treffer heran (19:18) und schienen das Spiel tatsächlich noch drehen zu können. Jetzt waren seitens der Gastgeberinnen, die spielerisch in den Offensive nicht mehr so zum Zuge kamen, wie noch vor der Halbzeitpause, Kampfgeist und Cleverness gefragt, aber Kraft und Konzentration bei der DJK ließen etwas nach.

Doch die Mädels holten nun auch kämpferisch alles aus sich heraus, behielten die Nerven. Und sie hatten stets die richtige Antwort parat und konnten Herzogenaurach immer wieder auf zwei-Tore Abstand schicken, auch weil Franziska Hienz und Lara  Held in der Schlussphase von außen erneut ihre Chancen nutzten. Trotzdem hatten die Mädels aus Herzogenaurach, denen für ihre Leistung großer Respekt gebührt, in der Schlussminute noch die Chance auf den Ausgleich. Allerdings verloren sie unkonzentriert den Ball und die DJK spielte die letzten 30 Sekunden souverän herunter und konnte am Ende wieder – über einen zugegeben glücklichen, aber keineswegs unverdienten Sieg – jubeln.

Waldbüttelbrunn: Tor: Neele Dunkel, Maria Krumm – Amelie Feiler (2), Lara-Sophie Häusler (1), Greta Schellmann (7), Franziska Hienz (6/1), Anna-Lena Körner, Rosa Schipp (3), Lara-Antonia Held (4), Constanze Singer, Sarah Vogel.

Bericht: Kai Dunkel