mB: Nur Highlights beim Partille-Cup, dem weltgrößten Jugendhandballturnier

Kurze Rückschau.
2017: Lundaspelen die erste. Bei ihrem Schweden-Debut sind die DJK-Jungs in jedem Spiel chancenlos.
2018: Lundaspelen die zweite. Zwar zwei Vorrundenspiele gewonnen, aber aufgrund von großem Krankheits- und Verletzungspech nicht über ein Erstrundenaus in den B-Playoffs hinausgekommen.
Gut, dachte sich die letztjährige C-Jugend und gleichzeitig neue B-Jugend, das müsste doch zu toppen sein. So wurde für dieses Jahr nicht nur das Turnier gewechselt (260 km weiter Richtung Norden nach Göteborg), sondern auch das Terrain (Kunstrasen), sowie die Jahreszeit (Sommer, in der Schulzeit, die erste große Herausforderung).
Der Partille-Cup ist mit ca.1500 teilnehmenden Teams aus fast 50 Ländern und fünf Kontinenten, mit Abstand das größte und mit Sicherheit auch das qualitativ bestbesetzte Jugendturnier der Welt
Nachdem die Schulen aus Würzburg und Kitzingen (und die Hammelburger Winzer) erfreulicherweise äußerst kooperativ waren, war die erste Hürde aus dem Weg geräumt und neun Spieler plus drei Betreuer machten sich in der ersten Juli-Woche auf den Weg nach Göteborg zum Partille-Cup, nicht nur des Spaßes halber, diesmal wollte man sich nach verpatzter Quali auch vor sich selbst ein bisschen rehabilitieren und einfach mal eine gute Leistung zeigen. Die Gruppe hatte es in sich, sie darf sogar (auch im Nachhinein) als die wohl schwerste des Turniers bezeichnet werden: Fjellhammer IL, norwegischer Vizemeister, Önnereds HK, schwedischer Meister, HC Jufa Deutschlandsberg, Dritter in Österreich, und außerdem noch Örebro SK (Schweden) und Dybbol IU (Dänemark), die jeweils in der höchsten Regionsliga ihres Landes eine gute Rolle spielen. Dennoch war das klare Ziel Platz drei und damit die Teilnahme an den A-Playoffs.
Und dies gelang: beinahe alle Athleten spielten das komplette Turnier über konstant an ihrem derzeitigen Leistungslimit. Zum Auftakt wurde Örebro mit drei Toren Unterschied geschlagen. Am zweiten Tag waren die Sumpfler Fjellhammer mit einem Tor unterlegen, bevor sie Dybbol souverän in die Schranken wiesen. Nach einer drei-Tore-Niederlage gegen Önnereds, mit denen man sich im Turnierverlauf gut anfreundete, fegte man Deutschlandsberg deutlich vom Platz und stand damit in den A-Playoffs. Bereits nach der Vorrunde hatten sich die Jungs für ihre Spielweise viel Lob eingeheimst, gerade von den beiden Top-Teams der Gruppe, die gleichzeitig auch zu den Turnierfavoriten gehörten. Auch in den A-Playoffs konnte man an seine starke Vorrunde anknüpfen. Der Gegner war die Landesauswahl des Südbadischen Handballverbandes. Nach einer umkämpften Partie mit einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen setzte sich letztlich der Favorit mit 15:9 durch – etwas zu hoch, da das Spiel bis drei Minuten vor dem Ende noch wesentlich knapper war.
Turniersieger auf dem Göteborger Kunstrasen (was mit Stollenschuhen dem Hallenhandball erstaunlich ähnlich ist) wurde in unserer Altersklasse Hörning aus Dänemark, die sich im Halbfinale überraschenderweise gegen die Zagreber Stadtauswahl durchsetzen konnten. 
Weitere Highlights des Turniers: nobles Essengehen in einem der schicksten Göteborger Restaurants; der niemals ganz dunkle Nachthimmel; und natürlich die Jagd auf begehrte Aufwärmshirts der Handballwelt in Form von Tauschgeschäften mit alten DJK-Klamotten. Mittlerweile sind aus den letzten Turnieren Spieler oder Trainer aus 30 internationalen Teams in Besitz von DJK-Ware, bei einigen dieser Vereine gleich mehrere Leute.
Fazit: riesen Event. Sportliche Bestleistung der Jungs. Kleiderschränke verschönert. Wabü in die Welt gebracht.
 
Vi ska komma tillbaka till Sverige! 

Bericht. Jonathan Hansen