Zwei unterfränkische Männer-Oberligisten gehen belastet in die Runde. Dagegen herrscht Verwirrung bei Spielgemeinschaften, eine verlangt abgezogene Punkte zurück.
Anders als zuletzt angekündigt hat der Bayerische Handball-Verband (BHV) die Vereine nun doch veröffentlicht, die in dieser Saison von Punktabzügen wegen Nichterfüllen des Schiedsrichtersolls betroffen sind. Alle diese Klubs gehen mit einem Malus von jeweils zwei Punkten in die am Wochenende beginnende Saison, dazu gibt es Geldstrafen bis in den vierstelligen Bereich.
Grundlage ist eine vom Verbandstag 2023 beschlossene Ergänzung der Spielordnung, die einen Punktabzug vorsieht, wenn „in drei aufeinanderfolgenden Spieljahren jeweils mehr als 30 Prozent der möglichen Minderspiele bei einem Verein vorliegen.“ Also, wenn ein Verein 30 Prozent weniger Schiedsrichtereinsätze vorweisen kann, als er durch eigene Spiele verursacht.
Malus für Waldbüttelbrunn und Bad Neustadt
Auf Verbandsebene ist von diesen Punktabzügen die dritte Mannschaft des Bundesligisten HC Erlangen in der Männer-Regionalliga betroffen. In der Männer-Oberliga trifft es mit der DJK Waldbüttelbrunn und dem HSC Bad Neustadt zwei unterfränkische Teams. Den Vertretern beider Vereine war bereits im Vorfeld klar gewesen, dass es den Abzug für sie geben würde.
Anders ist die Situation in der Frauen-Oberliga, wo in den Tabellen auf der BHV-Homepage zu lesen war, dass neben der HSG Fichtelgebirge mit der HSG Pleichach und der SG Dettelbach-Bibergau auch zwei unterfränkische Teams von Punktabzügen betroffen seien.
Dabei könnten die nun anstehenden Punktabzüge noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, wenn weiter das Soll um 30 Prozent unterschritten wird: „Die Höhe des Abzugs steigt bei einer längeren ununterbrochenen Folge von zwei Punkten nach drei Jahren auf bis zu acht Punkte bei sechs oder mehr Jahren“, antwortet Katharina Gotz, Mitarbeiterin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim BHV, auf eine Anfrage dieser Redaktion.