M I: Dritter Trainerabschied in dieser Runde. DJK und Nicole Meulenkamp trennen sich

Bericht: Main-Post vom 17.02.2026 (Uli Sommerkorn) Foto: Heiko Becker

Wer am Faschingssamstag einen Blick auf die Auswechselbank des Handball-Regionalligisten DJK Waldbüttelbrunn beim Heimspiel gegen den Spitzenreiter SG Regensburg warf, der fand eine dünne Besetzung vor. Auf dem Spielberichtsbogen standen im DJK-Aufgebot gerade einmal sieben Feldspieler und zwei Keeper, wobei mit Tilmann Völk einer der Feldspieler ein „gelernter“ Torhüter war.

Am Ende kamen die Gastgeber gegen das wohl beste Team der Liga mit einer 24:37-Niederlage sogar einigermaßen glimpflich davon.

Auch nicht mehr auf der Bank der Gastgeber befand sich Nicole Meulenkamp. Die Trainerin und der Regionalliga-Zwölfte hatten sich in der vorangegangenen Woche getrennt. Es war nach Marcel Könnicke und Nicholas Cudd bereits der dritte vorzeitige Trainerabschied in Waldbüttelbrunn in der laufenden Saison. „Es waren unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Ausrichtung“, erläutert Nicole Meulenkamp die Trennung.

„Es ist gerade ganz schwierig“, sagte DJK-Sportvorstand Winfried Körner zur aktuellen Lage. Fünf Punkte beträgt der Rückstand des ehemaligen Drittligisten derzeit auf einen Nichtabstiegsrang. Bis zum Saisonende soll der in der Winterpause neben Meulenkamp installierte Interimscoach Daniel Boldt allein für die Mannschaft verantwortlich sein und Unterstützung von Linus Geis erhalten. Der frühere Bundesliga-Handballer zählt zu den zahlreichen verletzten Handballern im Waldbüttelbrunner Aufgebot. Ihm droht nach einer Knieverletzung das Karriereende.

Ein weiterer Grund für die Personalnot war der Umstand, dass das Spiel gegen Regensburg eine Nachholpartie aus dem letzten Herbst war und einige Spieler an dem vermeintlich freien Faschingswochenende schon einen Skiurlaub gebucht hatten und daher am Samstag fehlten.

Für die Vereinsführung geht es derzeit darum, dem Handball in Waldbüttelbrunn wieder eine Perspektive zu verschaffen. „Wir planen zweigleisig“, sagt Winfried Körner angesichts dessen, dass ein Abstieg in die Oberliga ein nicht unwahrscheinliches Szenario ist. Wichtig sei es, erste und zweite Mannschaft – die Reserve steht als Letzter der Oberliga vor dem Abstieg in die Bezirksoberliga – zusammenzuhalten. Dazu bemüht sich Körner um neue, externe Spieler, um den dezimierten Kader wieder mehr Breite zu geben. Ein Trainer für die kommende Saison habe bereits mündlich zugesagt und soll demnächst vorgestellt werden, „damit das im Sommer vernünftig weitergeht“, so Körner

Tore für Waldbüttelbrunn: Winheim 7, See 5, Renz 5/1, Hohmann 4, F. Becker 1, Genheimer 1, Völk 1.